Die 70er – Teil 11: „Ausländer“ *

27. Juli 2012

Die70er - Teil 11

 

 

*In den 60ern sagte man noch „Gastarbeiter“, selbst wenn die Menschen aus ganz anderen Gründen eingewandert waren. In den 70ern sagte jeder „Ausländer“. In den 80ern sagte man dann „Ausländischer Mitbürger“. Wann fing das „Bürger mit Migrationshintergrund“ an? 90er? Nunja …

 

Übrigens war meine Freundin Maria Molina aus Spanien wirklich stereotyperweise begeisterte Flamencotänzerin und ihr rosa Tüllkleid hatte einen Durchmesser von fast 2 Metern. Zudem spielte sie beneidenswert phantastisch Klavier.

Woher Adam kam, habe ich bis heute nicht herausgefunden. Es gab in den 70ern natürlich viele Jungs, die Kriegesgeschehen gezeichnet haben, weil man herabfallende Bomben permanent im Fernsehen sah.

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5 Responses to “Die 70er – Teil 11: „Ausländer“ *”

  1. hexe0901 sagt:

    Bülent war (also ist noch immer) Türke. Er besuchte mit mir Grundschule und Gymnasium. Er war so richtig deutsch, auch seine (damals) kleine Schwester.

    Ursula ist Italienerin. Typische Italienerin. Mit grosser familia, vielen starken Brüdern und einer Mama, die die beste Pasta kochte. Wir gingen gemeinsam in die Grundschule, heute ist sie Arbeitskollegin.

    Ich bin froh, dass mich beide während meiner Kindheit schon begleiteten. Ohne Vorurteile. Das ist toll, gibt’s heute leider nicht mehr.

  2. Thomas J. sagt:

    Wir hatten damals eine LP mit dem Titel „Um die Ecke liegt Sizilien“. Aber bei mir gab es noch keine „Ausländer“ in der Klasse, weder in der Grundschule noch auf dem Gymnasium.

  3. Michaela sagt:

    Ich finde jede Bezeichnung dacür bekloppt. Egal ob ich Sofia, Maria oder meinen quasi „Adoptivbruder“ Halil kennengelernt habe, das waren dann sofort Sofia, Maria oder Halil und nix anderes. Wenn man Halil fragt, als was er sich bezeichnet, dann hält er dir einen Vortrag nicht unter einer Stunde: er fühlt sich mehr als Deutscher, als sonst was. Allerdings wird er durch die ständige Frage „na wo kommst du denn her?“ auch nach 30 Jahren Deutschland immer darauf hingewiesen, dass er doch nicht von „hier“ ist und das ist wohl das einzige was ihn nervt. ^^

    In den 70ern gab es viele Mütter, die das Spielen mit den „Ausländerkindern“ verboten haben. Krasse Zeiten. Leider vierorts ja nicht vorbei sowas.

  4. Ozzy sagt:

    Draußen auf dem Land hatten wir nicht viele Ausländer und die Türken hatten ihre eigene Klasse. Der erste „richtige“ Ausländer war ein Vietnamese an der FOS.

    Also für mich klingt „Bürger mit Migrationshintergrund“ eher negativ als politisch korrekt.

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